Köln (ots)
Krankenhausinfektionen belasten das deutsche Gesundheitswesen mit Kosten von 2,5 Milliarden Euro pro Jahr. Durchschnittlich werde für die Behandlung einer Krankenhausinfektion 5000 Euro ausgegeben, sagte der Direktor des Instituts für Patientensicherheit der Friedrich-Wilhelm Universität Bonn, Matthias Schrappe, dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Samstags-Ausgabe). Nach seriösen Schätzungen infizierten sich jährlich 500 000 Patienten in deutschen Kliniken, sagte Schrappe weiter. Im internationalen Vergleich seien die Hygienestandards in vielen deutschen Häusern besorgniserregend. “Ich schätze, dass höchstens 30 Prozent der 2100 deutschen Krankenhäuser das Hygieneproblem angemessen ernst nehmen”, so Schrappe, der auch dem Sachverständigenrat für das Gesundheitswesen angehört. In vielen Kliniken werde Hygiene nicht als zentraler Bestandteil der ärztlichen und pflegerischen Berufsausübung begriffen. “Ich hatte schon mit Chefärzten zu tun, die ganz offen zu verstehen gaben, dass sie die Desinfektion der Hände für überflüssig halten. Die Botschaft an Assistenzärzte und Pflegpersonal lautet: Was ihr in der Ausbildung über Hygiene gelernt habt, müsst ihr nicht so ernst nehmen”, klagte der Wissenschaftler. Zwingend erforderlich sei daher eine verlässliche und überprüfbare Erfassung sämtlicher Krankenhausinfektionen und eine Veröffentlichung der Daten. “Die Patienten haben ein Recht darauf, zu erfahren, wie hoch die Infektionsraten in den einzelnen Kliniken, in den Fachabteilungen und bei bestimmten Operationen sind.”
Bad Hersfeld (ots)
ROTENBURG (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) – 12 Schulkinder und ein Lehrer wurden am Donnerstagabend, 20.05.10, kurz nach 22:30 Uhr, in die Kinderklinik des Klinikums Bad Hersfeld und in das Kreiskrankenhaus in Rotenburg eingeliefert. Die 12 Schulkinder im Alter zwischen 12 und 14 Jahren klagten über Magen- und Darmbeschwerden und Brechreiz. Die Kinder gehören zu insgesamt drei Schulklassen aus Wiesbaden (2 Klassen aus einer Schule) und aus einer Schule aus Otzberg (Landkreis Darmstadt-Dieburg), die sich zurzeit auf Klassenfahrt in Rotenburg, in der Jugendherberge am Schlosspark aufhalten.
Ein Kind wurde in der Zwischenzeit bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen und den Eltern, die aus Südhessen angereist waren, übergeben.
Am Donnerstagabend fand für die Schulkinder ein Grillabend in der Jugendherberge statt. Die Ursache für die plötzlich aufgetretenen Krankheitssymptome ist noch nicht bekannt. Vorsorglich wurden Proben des Essens, die regelmäßig nach dem Lebensmittelrecht zurückgehalten werden müssen und in einer Tiefkühltruhe aufbewahrt werden, von der Polizei versiegelt. Die Untersuchungen werden am heutigen Freitag, 21.05.10, vom Kreisgesundheitsamt Hersfeld-Rotenburg vorgenommen. Es kann aber auch ein möglicher anderer Erreger nicht ausgeschlossen werden.
Die Sondereinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), ein Notarzt und ein Vertreter des Kreisgesundheitsamtes waren vor Ort. Nach den ersten Erkenntnissen sind bei den Erkrankten schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen voraussichtlich nicht zu erwarten.
Kölner Stadt-Anzeiger: Hälfte der geprüften Krankenhausrechnungen ist falsch
Köln (ots)
Nach Angaben der AOK Rheinland-Hamburg ist die Hälfte der geprüften Krankenhausrechnung zu hoch. Mathias Mohrmann, Geschäftsbereichsleiter Krankenhaus, sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger (Dienstagausgabe): “Etwa jede zweite geprüfte Krankenhausrechnung ist fehlerhaft, zu hoch.” Die größte gesetzliche Krankenversicherung in NRW überprüft jährlich etwa 60 000 Rechnungen. Das entspricht einem Anteil von gut sieben Prozent. “Allein mit diesem kleinen Segment holen wir Millionenbeträge zurück”, sagte der Kassen-Manager. Bei der AOK Rheinland-Hamburg sind es im Jahresschnitt rund 45 Millionen Euro. Bundesweit sparen die Kassen durch die Rechnungsprüfungen eine Milliarde Euro ein. Der Präsident der NRW-Krankenhausgesellschaft, Hans Rossels, wies die Vorwürfe der Kasse gegenüber dem “Kölner Stadt-Anzeiger” “scharf zurück”. Der Krankenhauschef aus Mechernich sagte: “Der vermittelte Eindruck, Kliniken würden in beträchtlichem Umfang zu hohe Rechnungen zu Lasten der Krankenkassen abrechnen, stellt die Krankenhäuser unter Generalverdacht und ist falsch.” Die Kliniken in NRW stellten jährlich vier Millionen Rechnungen aus. Nur bei 2,5 Prozent stimmten die Ärzte des medizinischen Dienstes der Kassen nicht mit den Klinikärzten überein.
Sein Kollege schwebt in Lebensgefahr.
Remscheid
Zwei Arbeiter wurden am Mittwoch Mittag in einer Tiefgarage bewußtlos vorgefunden. Wie es derzeit aussieht hatten die beiden Arbeiter an einer Heizanlage gearbeitet. Nach ersten Vermutungen soll diese einen Defekt gehabt haben und hierdurch Kohlenmonoxid freigesetzt worden sein.
Trotz der Reanimation verstarb einer der Arbeiter noch am Einsatzort, der Kollege wurde ins Krankenhaus gefahren.
Ein Sachverständiger hat mit der Polizei die Ermittlungen aufgenommen.
Bericht der Polizeipresse in unseren Kommentaren – hier klicken
Duisburg (ots)
Beamte der Bundespolizei nahmen am gestrigen Abend einen 52-jährigen Mann im Duisburger Hauptbahnhof in
Schutzgewahrsam. Gegen 19.30 Uhr war der Duisburger gestürzt und bei den Hilfeleistungen der Einsatzkräfte bemerkten diese einen hohen
Alkoholisierungsgrad. Auf dem Bundespolizeirevier ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von 3,68 Promille.
Ein Polizeiarzt stellte anschließend fest, dass der Mann auf Grund des Alkoholgenusses nicht gewahrsamsfähig war. Es erfolgte die
Einlieferung in ein Duisburger Krankenhaus.
Ein 55-jähriger Mann verstarb am Freitagnachmittag (08.01.2010) bei einem Verkehrsunfall in Bergheim-Niederaußem. Eine 34-jährige Frau wurde schwer verletzt.
Bergheim
Ein 55-jähriger Mann verstarb am Freitagnachmittag (08.01.2010) bei einem Verkehrsunfall in Bergheim-Niederaußem. Eine 34-jährige Frau wurde schwer verletzt.
Der 55-jährige Autofahrer aus Köln befuhr gegen 16:25 Uhr die Bundesstraße (B) 477 aus Richtung Bergheim in Richtung Niederaußem. Unmittelbar vor dem Zubringer „Am Villerand“ auf die B 477 geriet der Pkw plötzlich nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug überfuhr einen Grünstreifen sowie eine Verkehrsinsel. Anschließend prallte es gegen einen Pkw der auf dem Zubringer zur B477 an einer Rotlicht zeigenden Ampel stand. Die 34-jährige Fahrerin, welche an der Ampel auf Grünlicht gewartet hatte, wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt.
Die beiden Verletzten wurden durch den Rettungsdienst einem Krankenhaus zugeführt, wo der 55-Jährige verstarb. Die Frau erlitt einen Schlüsselbeinbruch, Lebensgefahr bestand nicht.
Aufgrund der bisherigen Ermittlungen wird angenommen, dass der 55-Jährige nicht aufgrund der Unfallverletzungen zu Tode gekommen ist. Möglicherweise liegt eine krankheitsbedingte Ursache zu Grunde. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Eine witterungsbedingte Unfallursache wird ausgeschlossen.
Der Sachschaden wird auf ca. 20.000 € geschätzt. Die B 477 musste während der Unfallaufnahme bis gegen 18:00 Uhr zwischen Bergheim und Niederaußem gesperrt werden.
Der lebensgefährlich verletzte Landroverfahrer musste von den Rettungskräften aus dem total beschädigten Fahrzeug befreit werden

Hövelhof
Ein Schwerstverletzter und drei leicht verletzte Autoinsassen sowie über 35.000 Euro Sachschaden sind die Bilanz eines Alleinunfalls auf der Delbrücker Straße an Silvester.
Am Donnerstag fuhr ein 48-jähriger Landroverfahrer aus Herford gegen 14:35 Uhr auf der Delbrücker Straße in Richtung Hövelhof. Der Mann verlor auf der mit Schneematsch bedeckten Straße die Kontrolle über den Geländewagen und schleuderte nach links von der Straße. Das Auto prallte frontal gegen einen Baum. Der schwerst verletzte Fahrer war im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde mit Lebensgefahr per Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Münster geflogen. Seine Mitfahrer, eine 46-jährige Frau und zwei Kinder (8 und 10 Jahre), erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus nach Paderborn gebracht und konnten nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Die Straße war für etwa zweieinhalb Stunden gesperrt.
Bottrop A42
Bei einem Verkehrsunfall auf der A42 in Höhe Bottrop Süd forderte ein Verkehrsunfall 7 Verletzte. Aus derzeit ungeklärten Gründen hatte der Fahrer eines mit drei Personen besetzten Cabrios das vor ihm liegende Stauende nicht gesehen und war in einen mit 4 Personen besetzten PKW gefahren. Dabei wurden alle Insassen zum Teil schwer verletzt. Der Cabriofahrer mußte mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden, die A42 wurde in Richtung Duisburg für etwa 1,5 Stunden gesperrt. Es gab einen Rückstau von mehreren Kilometern länge.
Soest
Am 18.10.2009 gegen 23:25 Uhr löste die Brandmeldeanlage des Marienkrankenhauses in Soest Brandalarm aus.
Zur genannten Zeit wurde eine starke Rauchentwicklung im Nordflügel, Ebene 2, 2. Etage, des Krankenhauses festgestellt. In einem dort befindlichen Patientenzimmer war es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Brand gekommen. Die Rauchentwicklung in dem Zimmer war so weit fortgeschritten, dass dieses nicht mehr ohne Eigengefährdung betreten werden konnte.
Alle weiteren Zimmer der Station konnten rechtzeitig evakuiert werden.
Die alarmierte Feuerwehr löschte den Brandherd in dem Zimmer und fand dabei den unter einem Tisch liegenden, bewusstlosen 55-jährigen Patienten aus Soest. Dieser konnte letztlich reanimiert werden und verbleibt schwer verletzt stationär. Weiterer Personenschaden ist nicht entstanden. Der Sachschaden ist erheblich und kann noch nicht genau beziffert werden.
Der Brand im Krankenhaus löste einen Großalarm aus. Die Feuerwehren und Rettungsdienste aus Soest und Bad Sassendorf waren mit einem Aufgebot an starken Einsatzkräften angerückt. Zudem war ein Betreuungsteam eingesetzt.
Während der Einsatz- und Rettungsmaßnahmen wurde der Brandort weiträumig abgesperrt und eine Ab- und Umleitung des Verkehrs eingerichtet.
Zur Brandursache können derzeit keine näheren Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen; der Brandort wurde beschlagnahmt.
Grefrath (ots)
Ein 21-jährige Grefrather steht im Verdacht am Montagabend ein Auto gestohlen zu haben, mit dem er bereits nach
wenigen Metern schwer verunglückte,.
Der Grefrather ist bei der Polizei bereits wegen einer ähnlichen Tat bekannt. Da der Verdacht besteht, dass der junge Mann zur Tatzeit
unter dem Einfluss von Alkohol und Rauschgift gestanden hat, ordneten die Beamten die Entnahme von Blutproben an.
Den Führerschein konnten die Einsatzkräfte dem Beschuldigten nicht abnehmen, er hat keinen.
Der 21-jährige gab in seiner ersten Befragung an, sich an die Geschehnisse des Abends nicht mehr erinnern zu können.
Die Kripo wird nun ermitteln müssen, wie der Beschuldigte auf das Grundstück und in die Garage gelangen konnte.
Der Dank der Polizei gilt den Passanten, die Zivilcourage bewiesen haben und den Unfallflüchtigen bis zum Eintreffen der Polizei
festhielten
Einer der grössten Klinkikskandal wird ab heute im Mönchengladbacher Landgericht verhandelt. Der ehemalige Chefarzt der Wegberger Klinik soll für den Tod von sieben Patienten verantwortlich sein ….
… sechs angeklagte Mediziner, 106 Zeugen, zwei hochkarätige Rechtsanwälte – beginnen ab heute vor dem Landgericht Mönchengladbach mit der Verhandlung des grössten Skandals der Medizin in Deutschland. Im Mittelpunkt steht der Chirug Dr. Arnold P. (53). Er muss sich wegen des Todes von sieben Patienten verantworten.
Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach klagte den Mediziner wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung mit Todesfolge an.