
Heinsberg (ots)
Nach monatelangen Ermittlungen können nun Kriminaloberrat Wolfgang Hermanns und Kriminalhauptkommissar Heinz Thönnißen von der Heinsberger Polizei die Festnahme von vier Tatverdächtigen melden. Diesen können konkret bereits vier Einbruchstaten nachgewiesen werden.
Seit August 2007 wurden im Kreis Heinsberg mehrere Einbrüche in Filialen einer großen Drogeriemarktkette angezeigt. Es handelte sich um insgesamt 12 Einbrüche in Drogeriemärkte in Erkelenz (Gerderath, Lövenich), Hückelhoven (Baal, Ratheim, Millich) und Wassenberg. Dabei wurde teilweise mehrfach in dieselben Märkte eingebrochen. Die Täter hatten es vor allem auf Zigaretten und Hygieneartikel abgesehen. Schon zu Beginn der Ermittlungen lag die Vermutung nahe, dass die Einbrüche immer von denselben Tätern begangen wurden. Dass die Heinsberger Polizisten richtig lagen, stellte sich nach einem landesweiten Abgleich des “modus operandi” durch das Landeskriminalamt heraus. Nicht nur im Kreis Heinsberg, sondern im gesamten Land Nordrhein Westfalen und in Rheinland Pfalz konnten insgesamt 60 weitere Tatorte festgestellt werden. Diese lagen schwerpunktmäßig in Wuppertal, Hamm, Düren, Eschweiler, Unna, und im Oberbergischen Kreis.
Nunmehr wird ermittelt, ob die weiteren nach dem o.a. auffälligen “modus operandi” begangenen Taten den vier festgenommenen Tatverdächtigen ebenfalls zugeordnet werden können.
Um mit den bereits gewonnenen Erkenntnissen den Tätern insoweit auf die Spur zu kommen, wurde Mitte Februar 2008 die Kreispolizeibehörde Heinsberg vom Landeskriminalamt mit den landesweiten Ermittlungen beauftragt und ein Sammelverfahren bei der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft eingeleitet. Der Chef der Heinsberger Direktion Kriminalität, Kriminaloberrat Wolfgang Hermanns, beauftragte Kriminalhauptkommissar Heinz Thönnißen mit der Leitung der Ermittlungskommission. Von nun an koordinierten fünf Beamte die Suche nach den Tätern.
“Nachdem wir alle Akten zu den verschiedenen Tatorten zusammen gestellt hatten, ergaben sich erste konkrete Ermittlungsansätze”, berichtete Wolfgang Hermanns.
Obwohl die Täter mit äußerster Vorsicht zu agieren schienen, gelang es den Polizisten doch ihre Spur zu verfolgen. Bei der Zusammenfügung des Puzzles erhärtete sich der Verdacht gegen eine Einbrecherbande aus Oberhausen. Die Heinsberger Ermittler kamen – mit Unterstützung zahlreicher Kollegen aus dem gesamten Land – den Tatverdächtigen im Alter zwischen 27 und 31 Jahren immer näher.
So drang die Bande auch Anfang März in eine Filiale in Eschweiler ein. Durch einen aufmerksamen Zeugen wurde die Polizei verständigt, doch bevor die Beamten am Drogeriemarkt eintrafen, flüchteten die Täter. Ihre Beute hatten sie in der Nähe versteckt, diese wurde jedoch gefunden und sichergestellt.
Am Morgen des 31. März war es dann endlich so weit. Drei Bandenmitglieder konnten in Oberhausen festgenommen werden. Dabei fanden die Beamten Diebesgut aus einem kurz zuvor begangenen Einbruch in eine Drogeriemarktfiliale in Bergheim. Ein weiteres 27-jähriges Bandenmitglied ging den Polizisten in Wuppertal ins Netz.
Bei den Durchsuchungen ihrer Wohnungen fanden die Ermittler weiteres Beweismaterial. Unter anderem konnte der Bande auch die Beteiligung an Einbrüchen in der vergangenen Woche im Bereich Coesfeld nachgewiesen werden.
Alle festgenommenen Tatverdächtigen wurden durch den die Ermittlungen leitenden Beamten bei der Staatsanwaltschaft zwischenzeitlich einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete wegen der vier bereits aufgeklärten Taten gegen alle vier Beschuldigte antragsgemäß die Untersuchungshaft an.
“Dies ist nur die Beute aus dem Einbruch in den Bergheimer Drogeriemarkt, die wir am 31. März sicherstellen konnten”, so Wolfgang Hermanns (links) und Heinz Thönnißen bei der Vorstellung des polizeilichen Erfolges. (siehe Bild)