Archive for the ‘IT-News’ Category

Krings/Heveling: Bundestags-Enquete gibt wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Urheberrechts

07.09.2010
02:34

Berlin (ots)

Die Projektgruppe Urheberrecht der Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” des Deutschen Bundestags hat am heutigen Montag ihre Arbeit aufgenommen. Dazu erklären der Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dr. Günter Krings und der für das Urheberrecht zuständige Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Rechtsausschuss und in der Enquete Ansgar Heveling:

“Das Urheberrecht muss wegen der ständig wachsenden Herausforderungen durch das Internet immer weiter aktualisiert werden. Die neue Projektgruppe Urheberrecht der Enquete-Kommission wird eine Bestandsaufnahme unternehmen und nach Lösungen suchen.

Für eine Weiterentwicklung des Urheberrechts muss der Grundsatz gelten, dass auch in der digitalen Welt nur das gelten kann, was in der analogen gilt. Auch wenn das Medium Internet global ist, so handeln die Menschen im Internet wie in der realen Welt. Sie treffen Freunde, kaufen ein, suchen nach Informationen oder arbeiten. Daher müssen überall die gleichen Wertungsmaßstäbe gelten. Das gilt für ethische Standards ebenso wie für das Zivil- und das Strafrecht.

Die Projektgruppe ist eine gute Gelegenheit, abseits von anstehenden Reformvorhaben wie dem “3. Korb” des Urheberechts langfristige Trends und Entwicklungen zu besprechen. In voraussichtlich vier Sitzungen werden sich Bundestagsabgeordnete und Sachverständige mit der Bedeutung des Urheberrechts, neuen Vergütungs- und Geschäftsmodellen, der kollektiven Rechtewahrnehmung in Europa und der Rechtsdurchsetzung im Internet auseinandersetzen. Der Abschlussbericht wird interessante Impulse für die langfristige Weiterentwicklung des Urheberrechts geben.”

Stromsparen am Computer: Weniger ist manchmal mehr

28.08.2010
04:35

TÜV Rheinland: Bei PC auf Energieeffizienz achten
Hintergrundbild und Bildschirmschoner ausschalten

Köln (ots)
LED-Monitore verbrauchsärmer als Röhrenbildschirme

Mittlerweile wird in Deutschland mehr Strom für die IT-Ausrüstung als für Waschmaschinen, Haushaltsgeräte oder Beleuchtung verbraucht. Kaum jemandem ist bewusst: Jede versendete E-Mail kostet Strom. Und ob Prozessor, DVD-Laufwerk oder Grafikkarte: Jede einzelne Komponente des Rechners trägt zum Stromverbrauch bei – ganz zu schweigen von den Programmen selbst. “Mit ein paar einfachen Mitteln können Anwender aber eine Menge Strom und damit Geld einsparen und die Umwelt schonen”, betont TÜV Rheinland-Experte Alfred Richter.

Stromfresser Zubehör: Auch wenn Drucker und andere Geräte ausgeschaltet sind, fließt Strom. Darum Mehrfachsteckdosen mit Kippschalter oder die “Master-Slave”-Funktion nutzen, die die Stromversorgung des Zubehörs kappen. Beim Monitor kommt noch etwas anderes hinzu: Ein Flachbildschirm ist deutlich sparsamer als alte Röhrengeräte. Außerdem lässt er sich zwischendurch problemlos über die Energiesparfunktion des Betriebssystems ausschalten. Wer den Bildschirm um etwa 25 Prozent dunkler stellt, spart zusätzlich rund 15 Prozent Stromaufnahme ein. Die Helligkeit des Monitors sollte sich grundsätzlich an das Umgebungslicht anpassen. Je dunkler die Umgebung, desto dunkler kann auch der Monitor eingestellt werden, ohne dass der Komfort dadurch leidet.

Auch die Darstellung selbst hat Auswirkungen auf den Energieverbrauch: So schön das Familienfoto auch sein mag – nicht nur das Hintergrundbild kostet viel Energie, sondern ebenso der Bildschirmschoner: “Denn dieser verhindert in vielen Fällen, dass sich der Monitor in den Ruhezustand versetzt”, erklärt IT-Spezialist Richter. Nützlich ist die Energiesparfunktion, die gleich das gesamte System auf Sparkurs setzt, aber die noch die wenigsten nutzen.

Bei Neuanschaffungen gilt die Faustformel: Je leistungsfähiger der PC, desto höher der Stromverbrauch. Ein gut ausgerüsteter Desktop-PC kann bei fünf Stunden täglicher Nutzung schnell 100 Euro Stromkosten im Jahr verursachen. Deshalb sollten PC-Fans nicht nur auf die Performance des Rechners, sondern auch auf Energieeffizienz achten. Eines der bekanntesten Siegel für IT-Produkte ist der “Energy Star”, wie ihn auch TÜV Rheinland vergibt. Ein genauer Blick lohnt auf die Konfiguration: Allein bei Grafikkarten gibt’s deutliche Unterschiede im Stromverbrauch. Fragen sollte man sich auch, ob´s denn unbedingt ein Desktop-Rechner sein muss, Notebooks brauchen in der Regel weniger Strom.

Beim Einkauf ermuntert Alfred Richter die Verbraucher zu mehr Selbstbewusstsein: “Scheuen Sie sich nicht, ein Strommessgerät mit ins Elektrogeschäft zu nehmen, damit Sie vorher wissen, wie viel ein IT-Gerät wirklich verbraucht.” Strommessgeräte sind günstig zu erwerben oder lassen sich bei den örtlichen Verbraucherzentralen oder ihrem Energieversorger kostenlos ausleihen.

Kölner Stadt-Anzeiger: Datenschützer zu Google Street View

11.08.2010
07:45

Bürger müssen breite Chance zum Widerspruch haben

Köln (ots)

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die Verantwortlichen von Google Street View aufgefordert, Widersprüchen
von Betroffenen breiten Raum einzuräumen. “Das Verfahren muss so gestaltet sein, dass sowohl Internetnutzer als auch Betroffene, die
das Internet nicht nutzen, ihr Widerspruchsrecht ausüben können”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Mittwoch-Ausgabe). “Dies
bedeutet, dass neben dem ,Widerspruchstool’ die Möglichkeit gegeben sein muss, den Widerspruch schriftlich einzulegen. Hilfreich wäre es
auch, wenn Google den Betroffenen eine telefonische Hotline zur Verfügung stellen würde.” Überdies solle der Widerspruch “nicht nur
in einem engen Zeitfenster, sondern auf Dauer möglich sein”, so Schaar weiter. “Vor Inbetriebnahme des Dienstes in Deutschland muss
gewährleistet sein, dass sämtliche bis dahin eingelegten Widersprüche abgearbeitet werden. Schließlich darf es nicht dazu kommen, dass
Google die persönlichen Identifikationsdaten, die im Rahmen des Widerspruchsverfahrens anfallen, auf Dauer zentral speichert oder zu
anderen Zwecken verwendet.” Voraussetzung für die Inbetriebnahme des Dienstes sei zu guter Letzt, “dass Gesichter und KFZ-Kennzeichen
verpixelt werden, und zwar nicht nur bei der Darstellung der Aufnahmen im Internet, sondern auch in den Rohdaten, die in den USA
gespeichert werden.”

Lausitzer Rundschau: Von daheim in alle Welt Google bringt Street View nach Deutschland

11.08.2010
07:18

Cottbus (ots)

Die ganze (zumindest die halbe!) Welt schimpft auf Google. Diesmal wegen der Einführung von Street View – also sozusagen dem Bebildern der Karten mit Fotos von Straßen und Gebäuden. Halb zu recht: Die Art und Weise der Einführung ist kritikabel. Google überstürzt es, ohne zuvor ausreichend zu informieren. Schon deshalb werden die meisten gar nichts davon mitbekommen, dass ihr Haus bei Google abgebildet wird, und sie widersprechen können. Das zeigt, wie herrlich egal Google meist Einwände von Kritikern sind. Trotzdem: Bei all dem Gejammer muss doch auch jemand eine Lanze für Street View brechen – getreu dem alten Grundsatz: Wo alle dieselbe Meinung haben, haben sie die falsche. Kürzlich schrieb ich für einen Reiseführer darüber, wo man in Paris die beste heiße Schokolade findet. Dieses (hüstel!) literarische Meisterwerk wäre fast daran gescheitert, dass ich mich partout nicht mehr daran erinnerte, was man von dem Laden (Comme à la maison) zuerst sieht, wenn man in die Rue St. Paul einbiegt. Street View, oh du Lebensretter! Seitdem komme ich davon nicht mehr weg. Das virtuelle Erforschen ferner Orte – einfach herrlich! Was haben Menschen bloß gemacht in der Zeit vor Google, damals, kurz nachdem die Saurier ausgestorben waren? Ich weiß es nicht! Womöglich sind sie selbst gereist. Aber jetzt: Per Mausklick kann man vor dem Big Ben stehen, Wege bequem von zu Hause aus vermessen, in Paris an der Seine flanieren, ohne Cottbus zu verlassen. Fantastisch! Und nie hat es so einen Spaß gemacht, seine Entdeckungen – seien es Restaurants oder spannende kleine Buchläden – an Freunde und Bekannte weiterzuempfehlen, man kann virtuell regelrecht darauf zeigen. Was für ein Verlust, dass ausgerechnet die Lausitz auch künftig nicht dabei ist. Nun aber genug! Sicherlich wollen Sie nun loslegen mit Ihren Kritikpunkten. Nur zu!

BERLINER MORGENPOST: Keine Angst vor der Landkarte der Zukunft -

11.08.2010
01:19

Berlin (ots)

Die Endlos-Straßenbilder von Google – “Street View” (Straßenansicht) genannt – gibt es seit drei Jahren. Auf ihnen kann man aus der Fußgängerperspektive die besiedelte Welt erkunden, seit kurzem auch Hongkong. Nach langem Streit soll der Google-Dienst im November ebenfalls in Deutschland freigeschaltet werden – aber mit einer Zusatzfunktion, die Google nirgendwo sonst anbietet. Bei uns darf jeder Computernutzer per Knopfdruck Widerspruch gegen die Abbildung seines Hauses einlegen. Betätigt auch nur ein einziger Mieter den Knopf, muss ein Vielparteien-Mietshaus unkenntlich gemacht werden. Das Widerspruchsrecht per Knopfdruck gilt als großer Sieg des Rechtsstaats. Aber es ist ein riskanter Sieg. Ein solches unbegrenztes privates Einspruchsrecht läuft auf das Totalverbot von privaten Fotos im öffentlichen Raum hinaus. Außerdem beschreitet Deutschland mit ihm den Weg zur verfälschten Landkarte. Das Totalverbot von Straßenfotos könnte drohen, weil Street View nach dem Baukastenprinzip funktioniert. Die Kamera-Autos von Google haben nur die Erstausstattung von Google Street View geliefert. Aktualisiert werden sollen die Straßenansichten von Privatleuten. Google kann ja nicht alle paar Jahre die Welt abfahren. Deshalb darf schon jetzt jeder seine eigenen Bilder bei Street View einbauen. Wer also die Bilder der Google-Kamerawagen von seinem Wohnhaus verbietet, muss künftig alle Fotos seiner Straße untersagen. Denn jeder knipsende Passant ist ein potenzieller Google-Zulieferer. Er kann solche Privatfotos bei anderen Netzdiensten wie Flickr hochladen und dann einen Verweis darauf bei Google schalten. Foto-Verbote sind nur in Privatstraßen erlaubt. Soll Deutschland künftig aus Privatstraßen bestehen? Street View ist eine Zivilisation im Geburtsstadium. Tourismus, Immobilien, Marktforschung, Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte und vieles mehr werden auf ihm aufbauen. In den USA ist eine solche Vernetzung jetzt schon weit verbreitet. Wenn Deutschland bei Google zum Flickenteppich wird, hat der neue Markt wenige Chancen. Dem neuen Markt diente auch die Erfassung lokaler Computerfunknetze durch Google. Der öffentliche Internetzugang gehört zur neuen Dienstewelt. Ein Verzeichnis solcher öffentlichen Einwahlpunkte will Google liefern. Es hat dabei auch private Funknetze erfasst. Das war technisch unvermeidbar. Der Protest dagegen wirkt seltsam. Wer sein Privatnetz verschlüsselt betreibt, kann über Google die Achseln zucken. Wer unverschlüsselt surft, handelt wie jemand, der Briefe ohne Umschlag in die Post gibt oder sein Tagebuch im Café auslegt. Street View ist die Landkarte der Zukunft. Wer sie verfälscht, sich ihr verweigert, wird dastehen wie die unglücklichen Städter, die zu spät ihre mittelalterlichen Stadtmauern abrissen. Weil sie so viel Angst vor Räubern hatten, verpassten sie die offene Zukunft.

WAZ: Apple entzaubert sich selbst

09.08.2010
06:49

Essen (ots)

Apples Qualitätsprobleme bringen den weltweiten Kultstatus des US-Unterhaltungsgeräteherstellers ins Wanken – endlich. Denn Apple ist lediglich eine Firma und kein Wunderladen.

Bisher inszenierte sich Apple geschickt als innovative Firma mit coolen Produkten. Und schürte den Kult um Apples Gründer und Chef Steve Jobs, dessen Gesundheitszustand sogar den Kurs der Apple-Aktie beeinflusst. Weltweit sahen Millionen Menschen Apples Computer, Musikabspielgeräte und Handys als das Nonplusultra an – und gaben dafür gern mehr Geld aus als für vergleichbare Produkte anderer Hersteller. Rivalen konnten von Apple vor allem eins lernen – nicht, wie man die besten Geräte entwickelt, sondern wie man sich und seine Produkte am besten mit Medienrummel verkauft.

Apple achtete zuletzt zu sehr auf das Design und weniger auf Funktionalität oder Qualität. Beispiele sind die Empfangsprobleme beim Handy iPhone 4 und die Kritik am neuen iPad-Computer mit berührungsempfindlichem Bildschirm. All das macht Verbrauchern weltweit hoffentlich bewusst, dass nicht nur Apple solche Sachen anbietet. Kunden sollten sich vor dem Gerätekauf gut informieren, welche Anbieter es gibt und welche Macken oder Vorteile deren Produkte haben. Das ist besser, als sich von ungerechtfertigtem Kultgehabe die Sinne vernebeln zu lassen.

Kommentar von Sabine Brendel

Neue OZ: Kommentar zu Internet Netzneutralität

06.08.2010
22:38

Osnabrück (ots)
Der Kunde zahlt

Wem gehört das Netz? Die Frage ist schnell beantwortet: dem, der das Netzwerk gebaut oder gekauft hat. In der Praxis wird es etwas komplizierter. Ohne Anbieter von Diensten ist das Netz so wertlos wie eine Wasserleitung ohne Wasser. Und auch ohne die User, die diese Dienste nutzen, wäre ein solches Netzwerk wert- und sinnlos. Bei der Diskussion um die Netzneutralität geht es darum, wer dafür bezahlt.

Dabei dreht es sich eben auch nur um die zwei Dinge, um die es immer geht: Einfluss und Geld. Datenverkehr und Netzwerke verursachen Kosten. Irgendwer muss die Rechnungen bezahlen. Dass die Anbieter jetzt versuchen, diese Kosten nicht direkt an ihre Kunden weiterzugeben, macht nur deutlich, wie umkämpft dieser Markt ist.


Sicher ist: Am Ende zahlt der Kunde doch die Zeche. Egal, ob über höhere Online-Gebühren oder über kostenpflichtige Dienste. Und das ist sogar gerecht. Schließlich verursachen nicht die Anbieter den Datenverkehr, sondern die User.

Aber auch die Macht spielt eine Rolle. Wenn nicht mehr alle Diensteanbieter gleichbehandelt werden, steigt der Einfluss der Netzbetreiber: Jemand in der Chefetage mag Google nicht? Kein Problem, dann wird denen der Datenhahn zugedreht. Zufällig hat der Netzbetreiber in einen Skype-Konkurrenten investiert? Wäre doch gelacht, wenn bei Skype nicht dauernd jemand auf der Leitung steht. Auch so lässt sich Geld verdienen.

Neue OZ: Kommentar zu Internet Urheberrecht ACTA

15.07.2010
22:28

Osnabrück (ots)
Der nächste Vorwand

Hier lohnt es sich, genau hinzusehen. Denn so löblich das Anliegen ist, Urheberrechte, Ideen, Produkte, Eigentum aller Art auch im Internet zu schützen, so sicher wird das multinationale ACTA-Abkommen diesen Zweck nicht erfüllen.

Mal abgesehen von der technischen Machbarkeit umfassender Kontrollen im schier unendlichen Netz, werden gewisse Hürden definitiv nicht zu nehmen sein. Ausgerechnet in dem als Gratis- und Selbstbedienungsmedium gewachsenen Internet eine hohe Zahlungsmoral zu verankern gleicht der Quadratur des Kreises. Jede zu definierende Grenze, von der an die elektronische Aneignung fremden Eigentums Strafe nach sich zieht, schafft neue Probleme. Fehlt sie, muss jeder, der zum Beispiel kostenpflichtige Musik ohne Bezahlung auf sein Endgerät lädt, belangt werden. Wie soll das gehen? Werden solche Grenzen aber gezogen – wie bei Drogen, wo es eine geduldete Menge für den Eigenbedarf gibt -, fängt die Willkür an: Wie groß dürfte denn ein akzeptabler Tagesvorrat an geklauten Musiktiteln sein?

Generell bildet die Durchsetzbarkeit die größte Hürde. Soll ACTA greifen, setzt das einen aberwitzigen Schnüffelaufwand voraus. Das nährt den Verdacht, dass nach der Terroristenabwehr nun das Urheberrecht zum nächsten Vorwand werden soll, Bürger über alle Grenzen von Verfassungsmäßigkeit und Anstand hinaus auszuspähen.


Angriffe auf Online Konten von Sparkassenkunden

14.07.2010
07:16

Bielefeld (ots)

Zur Zeit geben sich Kunden der Sparkasse Bielefeld bei der Bielefelder Polizei die “Klinke in die Hand” um Anzeigen wegen Missbrauchs Ihrer Onlinekonten, dem so genannten “Phishing”, zu erstatten. Die Rechner der Geschädigten sind mit einem Schadprogramm infiziert, dass beim Aufruf der Webseite zum Onlinebanking sofort eine betrügerische Überweisung ins Ausland erzeugt. Dieses Programm läuft im Hintergrund ab, so dass der Kunde davon nichts bemerkt. Auf dem Rechner des Kunden wird anschließend eine Warnmeldung, zum Beispiel mit dem Hinweis angeblicher Wartungsarbeiten zur Verbesserung von Sicherheitsmaßnahmen erzeugt. Zur angeblichen Entsperrung des Konto wird der Kunde zur Eingabe einer bestimmten Transaktionsnummer (TAN) aufgefordert. Natürlich sind diese Hinweise gefälscht. Falls der Kunde hier tatsächlich die geforderte TAN eingibt, hat er ohne sein Wissen die Überweisung an die Täter bestätigt und freigegeben. Die Textformulierung dieser eingeblendeten Fenster kann kurzfristig variieren. Grundsätzlich ist immer Vorsicht geboten, wenn sich plötzlich ein Fenster öffnet und unter irgendwelchen Vorwänden zur Eingabe von einer oder gar mehreren TAN auffordert. Wenn eine solche Meldung erscheint sollte der Nutzer das Onlinebanking sofort abbrechen und die Sparkasse verständigen. Betroffen sind aktuell nur Kunden die das “I- TAN” Verfahren nutzen.

In den überwiegenden Fällen gelang es der Sparkasse Bielefeld , die Überweisungen anzuhalten und den Schaden somit abzuwenden. Aber auch wenn die Überweisung nicht ausgeführt wurde liegt trotzdem ein Betrugsversuch vor.


Der beste Schutz besteht darin, den Rechner erst gar nicht mit dem Schadprogramm zu infizieren. Das müssen zunächst das Antivirenprogramm, die Firewall sowie das Betriebssystem und der Browser aktuell gehalten werden. Dabei lauern Schadprogramme nicht nur in den Anhängen gefälschter E- Mails, mittlerweile kann auch der Besuch einer Website ( drive by infection ) ausreichen, um sich ein Schadprogramm einzufangen. Dazu müssen nicht unbedingt Seiten mit pornografischem Inhalt aufgesucht werden.

Die Polizei weist ausdrücklich daraufhin, dass aktuell zwar primär Sparkassenkunden als Opfer betroffen sind, grundsätzlich aber auch Onlinekunden anderer Banken gefährdet sein können. Bei der Dienststelle für IT- Ermittlungen der Bielefelder Polizei wurden von 2008 zu 2009 eine Zunahme der Phishing- Anzeigen um 200 % festgestellt. Im ersten Halbjahr 2010 nahm die Zahl der Anzeigen gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 erneut um 50 % zu, es wurden in 2010 bisher insgesamt 122 Vorfälle angezeigt.

Zwei Screenshots von angeblichen Warnmeldungen mit Aufforderung zur TAN- Eingabe sind auf www.polizei-bielefeld.de zu sehen.

Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Google »Street View«

26.06.2010
03:28

Bielefeld (ots)

Was ist schon dabei, wenn ein Auto durch die Straßen fährt und mit einer Kamera die mal schönen, mal tristen Fassaden festhält? Was will man überhaupt mit den Aufnahmen machen? Und kann man denn etwas dagegen haben, wo doch jedermann mit eigener Kamera Gleiches tun kann? Man sollte. Denn die Bilder sind erst der Anfang. Wer bei Google einen Namen eingibt, erhält jetzt schon häufig die dazugehörige Adresse und deren Markierung auf einem Stadtplan. Wenn Google sein Vorhaben wie geplant hätte umsetzen können, dann wäre noch die Hausansicht mit Blick über den Gartenzaun hinzugekommen. Und auch da hätte gegolten: einmal im Internet, immer im Internet. Wer je versucht hat, seine Telefonnummer aus den digitalen Verzeichnissen löschen zu lassen, weiß, wie schwierig das ist. Darum ist es gut, dass die Justizminister jetzt Schranken vor der Privatsphäre errichten. Allerdings muss sich die Politik fragen lassen, wo sie denn war, als das Einscannen des gesamten Landes begann.

Die Risiken waren von Anfang an bekannt, angesprochen hat sie außer ein paar Datenschützern niemand.



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Polizeiinspektion Goslar warnt vor Abmahnbetrügern mit Paysafecard

18.06.2010
04:11

Goslar (ots)

Offensichtlich erreicht wieder eine neue Welle von Abmahnbetrügereien den Landkreis Goslar. Die Täter nutzen dabei den Namen von existenten oder nicht existenten Rechtsanwaltskanzleien. Die Abmahngebühren sind gering, der Grund ist peinlich. Die Angeschriebenen sollen angeblich im Internet kostenpflichtige pornografische Seiten runtergeladen haben. Das Einstreichen der Gebühren mit Paysafecard ist für die Täter schnell und sicher.

Das 3. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Goslar, bei der schon mehrere Strafanzeigen von Geschädigten eingegangen sind, warnt deshalb eindringlich vor dieser Betrugsmasche.


gutmobil – Hilfsprojekte profitieren von Deutschlands erstem karitativen Mobilfunkangebot

08.06.2010
09:07

Berlin (ots)

Verzicht auf klassische Werbung ermöglicht 3 Euro Spende mit jeder Handy-Rechnung bei gleichzeitig marktführend günstigen Endverbraucher-Preisen / Kunden können Hilfsprojekte selber auswählen / gutmobil bittet Hilfsorganisationen sich als Spendenempfänger zu melden

Berlin, 07.06.2010: Mit gutmobil ( www.gutmobil.de ) ist in Deutschland erstmals ein Mobilfunkangebot verfügbar, das seinen Kunden ermöglicht, gemeinnützige Hilfsprojekte mit einer Spende von 3 Euro monatlich zu unterstützen. Die gutmobil Kunden können dabei selbst auswählen, an welches konkrete Hilfsprojekt ihre persönliche Spende geht.

Gleichzeitig bietet gutmobil mit 0-8 Cent die Minute bzw. SMS marktführend günstige Verbindungsentgelte in alle nationalen Netze an – in bedarfsgerechten Vertragsvarianten mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit.

Ermöglicht werden die Spenden und die günstigen Preise durch einen vollständigen Verzicht von gutmobil auf klassische Werbung, die einen wesentlichen Kostenfaktor im Mobilfunk darstellt.

Die Hilfsprojekte

Zum Start von gutmobil profitieren anerkannte soziale Projekte von den Spenden der gutmobil Kunden:

die Björn Schulz Stiftung, die für ihr Engagement für schwerkranke Kinder 2009 mit dem Ehren-Bambi ausgezeichnet wurde,

die Arche, christliches Kinder- und Jugendwerk e.V.,

das Projekt MüfüMü (Mütter für Mütter), das besonders Mütter und Familien mit Migrationshintergrund unterstützt und von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem startsocial Preis 2007 ausgezeichnet wurde,

und das projekt Anna, das sich unter der Schirmherrschaft von Anna Netrebko um Heim- und Waisenkinder in Kaliningrad kümmert.

“Diese Projekte liegen uns sehr am Herzen”, so Jan Philipp von Rüden von Spendenbrücke e.V., dem Förderverein, der in Kooperation mit gutmobil engen Kontakt zu den Hilfsprojekten hält und für die transparente Spendenweiterleitung verantwortlich ist. “Die Auswahl wird aber stetig erweitert und wir bitten jedes Hilfsprojekt, das ebenfalls durch Spenden der gutmobil Kunden unterstützt werden möchte, sich bei uns zu melden.”

“Ab heute haben Verbraucher nun die Wahl: Wollen sie lieber weiterhin die Werbespots der großen Mobilfunkanbieter finanzieren, oder mit dem Geld lieber eine Hilfsorganisation ihrer Wahl unterstützen – und gleichzeitig günstiger telefonieren?”, so Marwan Saba, Geschäftsführer der gutmobil betreibenden schwarzfunk GmbH. “Die Menschen haben ein Bedürfnis nach nachhaltigem Konsum, das durch die Ursachen und Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise noch verstärkt wurde. Daher glauben wir an die Kraft unserer Idee, die sich durch Mund-zu-Mund-Propaganda verbreiten wird.”

Die schwarzfunk GmbH

Die schwarzfunk GmbH wurde 2007 gegründet und ist ein virtueller Mobilfunk-Serviceprovider mit Sitz in Berlin. Sie fokussiert auf die Entwicklung und den Vertrieb alternativer Mobilfunkprodukte. Als junges Unternehmen mit beweglicher Organisationsform ist die schwarzfunk GmbH in der Lage, schnell auf Markttrends zu reagieren und Marktnischen zu besetzen.

Das iPad: Da und doch wieder weg

29.05.2010
14:49

Der Verkaufsstart in Deutschland war für Apple und das iPad wohl ein Erfolg. Endlich konnte man die “digitale Tafel” nun auch in Deutschland kaufen. Doch kaum da – schon ist das iPad wieder weg. Ausverkauft. Das spricht wohl für den lang ersehnten Verkaufsstart.

Nun ist es aber auch offiziell in Deutschland zu bekommen. Nach iPod  und iPhone nun das iPad. Lassen wir uns überraschen mit welchen “Inovationen” uns die Firma Apple noch überrascht.

Facebook ändert Privatsphäre-Einstellungen

27.05.2010
02:22

Auswahlmöglichkeiten werden vereinfacht und Kontrollmöglichkeiten verstärkt

Palo Alto, Kalifornien, USA (ots)

Facebook hat heute auf Kommentare und Sorgen seiner Nutzer reagiert und kündigt einfachere und effektivere Kontrollmöglichkeiten für das Teilen von persönlichen Informationen an. Durch neue Einstellungen werden die mehr als 400 Millionen Menschen, die Facebook nutzen, volle Kontrolle darüber haben, wer genau die Informationen und Inhalte sehen kann, die sie teilen – alles mit nur ein paar einfachen Klicks. Zusätzlich werden neue Einstellungsmöglichkeiten hinzugefügt, um es einfacher zu machen, externe Anwendungen und Webseiten Dritter zu deaktivieren. Facebook Gründer und CEO Mark Zuckerberg hat die Änderungen heute in einem offiziellen Blog-Beitrag unter http://blog.facebook.com/ angekündigt.

“Als wir mit Facebook starteten, haben wir es um einige einfache Ideen herum gebaut,” sagte Mark Zuckerberg. “Wenn Menschen Kontrolle darüber haben, was sie teilen, dann wollen sie mehr teilen. Wenn Menschen mehr teilen, dann wird die Welt ein Ort, der offener und vernetzter ist. In den letzten Wochen war der Wunsch vieler Nutzer nach einfacheren Kontrollmöglichkeiten für ihre Informationen das, was wir am häufigsten gehört haben. Heute werden wir nach und nach Änderungen in Kraft treten lassen, die unsere Kontrollmöglichkeiten übersichtlicher und einfacher machen werden.”

Die neuen Kontrollmöglichkeiten für die Privatsphäre spiegeln die umfassende und gemeinschaftliche Beratung mit dem Büro von Senator Charles Schumer (D-NY) und einer Reihe von online Datenschutz- und Verbraucher-Gruppen wieder. Zu denen gehören das “Center for Democracy and Technology”, “Consumer Action”, “Future of Privacy Forum”, “Progress and Freedom Foundation”, “NetChoice”, “CATO Institute”, “TRUSTe”, “Technology Policy Institute”, und die “Information Technology and Innovation Foundation”. Diese Beratungen haben sich sowohl beim Verdeutlichen als auch bei der Kommunikation von Facebooks Privatsphäre-Grundsätzen als extrem hilfreich erwiesen und sie haben wesentlich zur Entwicklung und Umsetzung der neuen Kontrollmöglichkeiten für die Privatsphäre beigetragen. Diese aktualisierten Kontrollmöglichkeiten werden ab heute schrittweise in Kraft treten und in den kommenden Wochen allen Facebook-Nutzern zur Verfügung stehen.

Mark Zuckerberg hat die geplanten Änderungen von Facebook erstmals in einem Gastbeitrag in der Washington Post bekannt gegeben ( http://www.presseportal.de/go2/Facebooks_Prinzipien ) in dem Facebooks Prinzipien genau beschrieben wurden:

– Menschen haben Kontrolle darüber, wie ihre Informationen
geteilt werden.
– Facebook teilt keine Informationen mit Menschen oder
Diensten, wenn Nutzer dies nicht möchten.
– Facebook gewährt Werbetreibenden keinen Zugang zu
persönlichen Informationen der Nutzer.
– Facebook verkauft keinerlei Nutzerdaten an irgendjemanden.
– Facebook wird immer ein kostenloser Dienst für jedermann
bleiben.

Die heutigen Ankündigungen konzentrieren sich auf die ersten zwei dieser Prinzipien.

Kontrollmöglichkeiten vereinfachen

Eine Kontrollmöglichkeit für Inhalte: Eine neue einfache Kontroll-Einstellung erleichtert es, auf Facebook Dinge mit Freunden, Freunden von Freunden oder mit allen zu teilen – alles mit nur einem Klick. Die entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten werden sofort angewendet und in einer leicht verständlichen Übersicht angezeigt. Gleichzeitig behält Facebook aber auch seine feineren Einstellungsmöglichkeiten für diejenigen bei, die den Grad der Offenheit für sich individuell anpassen möchten. Diese Einstellungsmöglichkeiten erscheinen für einen einfacheren Zugang nun allesamt auf einer Seite.

Rückwirkende Kontrollmöglichkeiten: Für alle, die die restriktiveren Einstellungen “Nur Freunde” oder “Freunde von Freunden” in der einfachen Kontrollmöglichkeit wählen, wird die entsprechende Einstellung für alle Inhalte angewendet, die sie bisher auf Facebook geteilt haben. Also können Nutzer alle Inhalte, die sie jemals auf Facebook geteilt haben mit nur ein paar Klicks privater machen.

Zukünftige Produkte: Facebook verpflichtet sich, die Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer auf neue Produkte, die das Teilen vereinfachen, zu übertragen. Wenn also jemand “Nur Freunde” beim “Teilen auf Facebook” wählt, dann werden die Privatsphäre-Einstellungen für neue Produkte auch automatisch auf “Nur Freunde” eingestellt sein. Also müssen sich Facebook-Nutzer keine Sorgen um zukünftige neue Einstellungen machen.

Einfachheit hat Priorität: Feine Unterteilungen bei den Kontrollmöglichkeiten war schon immer ein Hauptaugenmerk bei Facebooks Privatsphäre-Einstellungen. Beginnend mit den heute angekündigten Änderungen, wird das Unternehmen auch die einfache Bedienung der Privatsphäre-Einstellungen zur Priorität machen.

Weniger Änderungen in den Privatsphäre-Einstellungen: Es ist Facebooks Ziel im Zusammenhang mit der Privatsphäre seltener Änderungen vorzunehmen und sich bei zukünftigen Produkt- und Featureinnovationen in dem heute angekündigten Rahmen zu bewegen.

Weniger öffentlich zugängliche Informationen

Erheblich weniger öffentlich zugängliche Informationen: Facebook hat die Menge an öffentlichen Informationen deutlich reduziert. Diese Informationen beschränken sich nun auf Name, Profil, Profilfoto (wenn ein Nutzer sich entschieden hat, eines einzustellen), Geschlecht (das lässt sich im Profil verbergen), und Netzwerke (wenn der Nutzer welchen angehört).

Privatsphäre-Einstellungen für Seiten: Die Verbindungen zu Seiten, die bisher für jedermann einsehbar waren, werden nun Privatsphäre-Einstellungen bekommen, die an beiden Enden der Verbindung greifen. Menschen können verhindern, dass andere Nutzer die Seiten auf ihrem Profil sehen können und sie selbst im Kasten “Personen, denen das gefällt” auf den Seiten erscheinen. Anwendungen werden explizit um Erlaubnis fragen müssen, um Zugang zu Seiten zu bekommen, die nicht für alle sichtbar sind.

Einfachere Opt-Outs

Volle Kontrolle darüber, wie Anwendungen und Webseiten auf der Facebook Plattform auf Informationen zugreifen: Auf Bitten hin hat Facebook einen einfacheren Weg geschaffen, Plattform-Anwendungen und -Webseiten gänzlich ausschalten zu können, so dass keinerlei Informationen für Anwendungen zugänglich sind. Dies bezieht sich auch auf Informationen, die für alle zugänglich sind.

Einfacheres Opt-Out für das Test-Programm zur umgehenden Personalisierung: Facebook hat es für Nutzer einfacher gemacht, das Programm für umgehende Personalisierung auszuschalten, so dass derzeitige und zukünftige Anwendungen keinen Zugang mehr zu ihren Daten bekommen.

Fein unterteilte Daten-Genehmigungen für Anwendungen und Webseiten: Facebook hat auch die neuen Kontrollmöglichkeiten hervorgehoben, die Nutzern zur Verfügung stehen, um Informationen zu kontrollieren, die sie mit Anwendungen und Webseiten auf der Facebook Plattform teilen. Mit dem neuen Daten-Genehmigungs-Modell müssen Anwendungen eine ausdrückliche Erlaubnis einholen bevor sie Zugang zu persönlichen Informationen erhalten, die ein Nutzer nicht für “Alle” zugängliche gemacht hat.

Was die Menschen sagen

“Facebooks Nutzer haben gesprochen und sehr deutlich gemacht, dass sie die Kontrolle über ihre Informationen haben möchten. Trotz aller gegenteiligen Gerüchte ist Privatsphäre nicht tot, sondern erlebt im Gegenteil ein Comeback in Form von vereinfachter Kontrolle und besseren Richtlinien,” sagte Leslie Harris, Präsidentin des “Center for Democracy and Technology”. “Auch wenn es noch einiges zu tun gibt, sind diese Änderungen ein Grundstein dessen, was die Leute möchten und verdienen.”

“Den Menschen ist Privatsphäre heute so wichtig wie nie. Wir sind erfreut, dass Facebook versprochen hat, die Kontrollen und Auswahlmöglichkeiten für die Nutzer zu verbessern und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, die Facebook bei der Einhaltung dieses Versprechens helfen soll,” sagte Michelle De Mooy, Senior Associate bei “Consumer Action”. “Wir glauben, dass das Unternehmen mit einer Reihe von Verbraucher- und Datenschützern, Behörden und Gesetzgebern zusammenarbeiten muss, um die Messlatte höher zu legen und die Branche dabei anzuführen, Konsumenten online zu schützen und in ihren Rechten zu stärken. Wir hoffen außerdem, dass dieser Schritt von Facebook ein Signal für die Branche ist, dass starke Privatsphäre-Standards nicht bloß gute Richtlinien darstellen, sondern auch gut für das Geschäft sind.”

“Die Botschaft, die alle Unternehmen hieraus mitnehmen sollten, ist, dass das Verwalten von digitalen Identitäten allen Internet Nutzern wichtig ist, ungeachtet ihres Alters oder des persönlichen Hintergrunds. Facebook unternimmt nun Schritte, die essentiell für das Nutzervertrauen sind, indem es Nutzern zusätzliche Kontrolle über die persönlichen Daten gibt, die sie teilen möchten. Da Seiten, Dienste und Geräte immer komplexer werden, ist die Herausforderung sicherzustellen, dass Privatsphäreinstrumente für Nutzer intuitiv bedienbar sind. Das gilt für Facebook und auch für andere, die Innovationen anstreben,” sagte Jules Polonetsky, Direktor des “Future of Privacy Forum”.

“Facebooks Ankündigung sollte uns alle daran erinnern, dass Online-Dienste aktiv auf einem “Markt der öffentlichen Meinung” miteinander konkurrieren, basierend darauf, wie sehr sie die Nutzer in die Lage versetzen, ihre eigenen Entscheidungen zur Privatsphäre zu treffen,” sagte Berin Szoka, Senior Fellow und Direktor am “Center for Internet Freedom at PFF”. “Facebook hat seine Bereitschaft dazu dadurch bestätigt, dass es auf Forderungen der Nutzer eingeht, die Möglichkeit zu haben, die Sichtbarkeit ihrer Freunde und der Dinge, die ihnen gefallen, beschränken zu können und außerdem gänzlich ausschalten zu können, dass Informationen mit externen Anwendungen und Webseiten geteilt werden. Genauso wichtig ist die verbesserte Nutzerschaltfläche, die sowohl die Genauigkeit, als auch die Nutzerfreundlichkeit maximiert – was zwei Dinge sind, die sich einander immer im Wege stehen. Sowohl Komplexität als auch Einfachheit zu erreichen, erfordert fortwährende und sich wiederholende Innovationsprozesse.”

“Diese neuen Einstellungsmöglichkeiten geben Nutzern mehr Wahlmöglichkeiten und mehr Kontrolle über ihre Informationen – ein Gewinn für Facebook und seine Nutzer,” sagte Daniel Castro, Senior Analyst bei der “Information Technology and Innovation Foundation”. “Facebooks jüngste Änderungen zeigen, dass Unternehmen angemessen auf die Sorgen ihrer Kunden zum Thema Privatsphäre reagieren. In diesem Fall sind das Feedback des Marktes und der Nutzer ein effektiveres Instrument, um die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen, als strenge Privatsphäre-Regulierungen, die nur Innovationen erschweren würden.”

“Den Menschen echte Auswahlmöglichkeiten zu ihrer Privatsphäre zu bieten, die gleichzeitig einfach und transparent sind, ist keine einfache Aufgabe. Facebooks Änderungen, die Privatsphäre-Einstellungen zugänglicher zu machen und mehr Opt-Out-Möglichkeiten anzubieten, spiegeln sowohl wieder, wie sehr sich das Unternehmen für Kontrolle engagiert, als auch seine Fähigkeit, schnell Neuerungen einzuführen und Feedback zu berücksichtigen,” sagte Fran Maier, Präsidentin von TRUSTe. “Wir werden auch weiterhin eng mit Facebook zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass es seinen Versprechungen an die Nutzer nachkommt.”

Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum iPad-Start in Deutschland

27.05.2010
01:34

Bielefeld (ots)

Es sieht aus wie ein zu groß geratenes iPhone, Hersteller Apple nennt es »magisch und revolutionär«. Die Begeisterung der Anwender für Apples iPad ist riesengroß, die Hoffnungen der Medienbranche nicht minder. Die Verlage schrauben unter Hochdruck an Programmen, die Inhalte wie Texte, Bilder und Videos elegant miteinander verknüpfen. Die Buchbranche setzt darauf, dass das »Riesen-iPhone« den schleppenden Absatz digitaler Bücher voranbringt. Film- und Fernsehindustrie hoffen auf einen neuen Vertriebskanal für Filme und Serien. Wo andere gescheitert sind, schickt sich Apple an, eine neue Geräteklasse für den Massenmarkt zu etablieren. Nur 700 Gramm schwer ist der Revoluzzer, der die Welt der Unterhaltungselektronik aufmischen will. Kein Starten eines Betriebssystems, kein langes Warten, statt dessen einschalten und loslegen: Auf jedes sanfte Streicheln reagiert die Software so prompt, dass es eine Wonne ist, der Akku präsentiert sich als echter Langläufer. Doch das iPad ist mehr als ein starkes Stück Technik: Es eröffnet neuen Gruppen den Zugang zum Internet und zu digitalen Medien. Als Apple-Chef Steve Jobs seinen jüngsten Streich, nach seinen Worten das Wichtigste, an dem er je gearbeitet hat, der Presse vorstellte, brachte es ein Fachjournalist auf den Punkt: »Das ist das ideale Gerät für meine Mutter.« Warum? Weil sie E-Mails verschicken und digitale Bilder der Enkel ansehen will, sich aber nicht mit den Tücken der komplizierten Computertechnik auseinandersetzen möchte. Die Hürden vor einem Besuch im Internet oder bevor die Urlaubsfotos online sind, waren bislang hoch – das iPad vereinfacht vieles. Auch als Lesegerät für elektronische Bücher macht es eine gute Figur. Besser noch: Zeitungen und Zeitschriften können jetzt Bildersammlungen und Videos zeigen oder Artikel mit Webangeboten ergänzen.

Das iPad hat das Zeug, Lesergruppen zu halten, die sonst ins Internet abgewandert wären. Aber das iPad legt seinem Anwender auch Fesseln an. Apple allein entscheidet, welche Programme (Apps) laufen, der Anwender kann sich nicht alle Websites ansehen. Bei vielen Angeboten verdient Apple mit. Auch Verlage und Entwickler müssen parieren. Kontaktfreudig ist das iPad ebenfalls nicht: Gängige Anschlüsse fehlen. Nur über die Software iTunes kann das Gerät gefüttert werden. Steve Jobs bindet seine Jünger fest an den Konzern. Bill Gates wird sicher neidisch sein. Aber es gibt Alternativen, auf die sich zu warten sich lohnt. Vielleicht nicht so cool designt, aber auch nicht so teuer wie das iPhone, das erst ab 499 Euro zu haben ist. Das iPad wird dennoch Erfolg haben. So wie andere Vertreter dieser Geräteklasse, mit oder ohne Apfel-Logo. Diese Geräte haben die Chance, die digitale Gesellschaft zu beeinflussen. Weil sie den Umgang mit dem Internet einfacher machen. Allerdings kann man auch gut ohne iPad und Co. leben: Filme gibt’s im Kino oder im TV, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften weiter auf Papier. Jetzt hat der Verbraucher die Wahl.

Polizei warnt wieder einmal vor Internetbetrügern

26.05.2010
08:21

Stade (ots)

In letzter Zeit wurden durch eine angebliche Kanzlei “Knil-KUW Rechtsanwälte & Partner” per email gefälschte Abmahnungen (Filesharing) wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen versandt. Geschädigt sein soll dabei eine Firma Videorama GmbH aus Essen. In der Mail wird dem Empfänger mit einer Strafanzeige gedroht, falls er nicht 100 Euro in Form von Paysafecard bezahlt.

In allen Fällen bestanden die Forderungen natürlich zu Unrecht. Die Polizei rät in diesen Fällen, auf keinen Fall der Zahlung nach zu kommen, die email zu ignorieren und zu löschen.

Personen, die bereits auf die Forderung eingegangen und damit durch die Zahlung eines Geldbetrages geschädigt sind, werden gebeten mit den entsprechenden Unterlagen bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

Weser-Kurier: Kulturstaatsminister fordert Werbeverbot und Internet-Einschränkungen für ARD und ZDF

23.05.2010
05:05

Bremen (ots)

Der erste und der amtierende Kulturstaatsminister haben ein schnelles Ende von Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gefordert. Zudem sollte die Möglichkeiten von ARD und ZFD im Internet begrenzt werden. Das sagten Bernd Neumann (CDU) und sein Vorgänger Michael Naumann in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Bremer “Weser-Kurier” (Sonntagsausgabe).

“Ich bin klar dafür, dass auf Sponsoring und Werbung verzichtet wird”, so Neumann. “Die Sender müssen sich entscheiden, ob sie sich über Gebühren finanzieren oder anderweitig”, ergänzte Naumann, der derzeit Chefredakteur des Magazins “Cicero” ist. Um die Konkurrenz zwischen den Anstalten beim Wegfall der Werbung anzustacheln, sollten die Gebührenzahlungen an die Quoten gekoppelt werden. “Man könnte ja die finanzielle Verteilung zwischen ARD und ZDF auch ein wenig nach den Zuschauerzahlen ausrichten, also die Gebühren auch ein Stück kompetitiv machen”, sagte Neumann. Der amtierende Kulturstaatsminister möchte zu dem verhindern, dass die Öffentlich-Rechtlichen mit dem Internet “eine dritte Säule” haben, damit den Markt verzerre oder sogar für sich vereinnahmen. “Natürlich kann man dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der ja eine hohe Informationskompetenz hat, neue Wege wie das Internet nicht völlig verschließen. Aber man kann den Aktionsradius auf das erforderliche Maß beschränken”, so Neumann. Er warf der Politik vor, in der Diskussion über mögliche Einschränkungen befangen zu sein: “Sie müssen sehen, dass alle politischen Parteien Mitglieder der Aufsichtsräte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten stellen. Wenn es darauf ankommt, ist die Stimmung dort eher für die Anstalten.” Neumann kündigte zudem an, alles dafür zu tun, um das Lesen von gedruckten Zeitungen und Büchern als eine “ganz wesentliche Kulturtechnik” auch in Zukunft zu ermöglichen. “Es wäre schlimm, wenn sich die Rezeptionsgewohnheiten künftig völlig auf das Internet verlagern würden. Das würde eine andere Kultur nach sich ziehen – und dementsprechend auch andere Kulturtechniken”, sagte er.

Polizei warnt vor Jobangeboten per E-Mail

21.05.2010
10:28

Braunschweig (ots)

Mehrere Braunschweiger meldeten sich in den letzten Tagen bei der Polizei, da sie Zweifel an der Seriosität eines Jobangebotes hatten, das ihnen per E-Mail zugesandt worden war.

Bei der Offerte werden die Angeschriebenen gebeten, ihr Konto für Geldgeschäfte zur Verfügung zu stellen. Dabei sollen sie bestimmte Beträge überwiesen bekommen und nach Abzug einer Provision das Geld per Bareinzahlung weiter leiten.

Die Polizei weiß, dass es sich bei derartigen Transaktionen um Geld aus Straftaten handelt und warnt davor, sich auf diese Geschäfte einzulassen, da man sich der Geldwäsche strafbar machen kann.

Die Ermittler raten in solchen Fällen, die erhaltene E-Mail-Nachricht zu ignorieren und zu löschen.

NXP Software wird Mitglied der Open Handset Alliance

19.05.2010
07:08

Eindhoven, Niederlande, May 18, 2010 (ots/PRNewswire)

Um dem vorzüglichen Ruf als Quelle einzigartiger Muldimedia-Erlebnisse auf wichtigen mobilen Plattformen weiterhin gerecht zu werden, kündigte NXP Software den Einstieg bei der Open Handset Alliance an. Dabei handelt es sich um eine Vereinigung von mehr als 65 weltweit führenden Mobilanbietern, die das Ziel verfolgt, Innovationen zu beschleunigen und Verbrauchern ein umfassendes und vernetztes mobiles Erlebnis zu bieten.

“Android ist für Verbraucher, die die Möglichkeiten der heutigen vernetzten Welt mit online zu Verfügung stehenden Multimediaangeboten, Dienstleistungen und sozialen Netzwerken ausreizen möchten, eine grossartige Plattform. Als Mitglied der OHA engagieren wir uns dabei, Gerätehersteller und Dienstleister dabei zu unterstützen, multimediale Erlebnisse anzubieten, um ihre Android-Geräte von anderen abzuheben”, meint Cees Geel, Managing Director von NXP Software.

NXP Software bietet zahlreiche Multimediasoftware-Produkte an, um Verbraucher in die Lage zu versetzen, das erstaunliche Potential der offenen Mobilplattform von Android zu nutzen. Die Produkte der Serie ‘LifeVibes for Android’ bieten einzigartige Audio-, Video- und Sprach-Produkte für Gerätehersteller und Dienstleister. Mit LifeVibes können erstklassige und modernste Anwendungen wie Heimkino-Rundum-Erlebnisse auf mobilen Geräten und intuitive Einstellungs- und Beteiligungsmöglichkeiten für soziale Medien mit Android realisiert werden.

LifeVibes für Android-Software wurde für die jüngste Android-Version entwickelt und kann als gebrauchsfertige Anwendung ebenso geliefert werden wie als Android-SDK-Erweiterung zur Entwicklung von Anwendungen.

Über NXP Software.

NXP Software ist ein unabhängiger Softwareanbieter (ISV), der weltweit Verkaufs- und Kundendienste anbietet. Er hat sich auf innovative Multimedia-Lösungen spezialisiert, um Hersteller mobiler Geräte und Dienstleister dabei zu unterstützen, faszinierende und einfach zu nutzende Multimediaerlebnisse anzubieten, die sich wirklich von der Masse abheben. NXP Software ist feste Partnerschaften mit wichtigen Anbietern eingegangen, um optimale Flexibilität und einfache Integration und Interoperabilität zwischen der Hardware und Softwareplattformen garantieren zu können. Die LifeVibes-Software wird in mehr als 650 Millionen Mobiltelefonen verwendet, was das Unternehmen zum Marktführer bei multimedialen Softwarelösungen auf mobilen Geräten macht.

Sky bringt einzigartiges Live-Sport-Erlebnis auf das iPad

16.05.2010
00:34

München (ots)

– Ende Mai startet Sky seine Live-Sport App auf dem iPad
- Die “Sky Sport” App umfasst die Angebote Sky Fußball Bundesliga und Sky Sport inklusive Fußball Bundesliga, FIFA Fußball WM
2010, UEFA Champions League,, DFB Pokal, Formel 1, Tennis und Eishockey live
- Mit der “Sky Sport” App können Sky Abonnenten kostenlos alle Spiele der FIFA Fußball WM 2010 verfolgen


Berlin/München

Ab Ende Mai können Sky Abonnenten das spektakuläre Sky Live-Sportangebot nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs auf dem iPad genießen: Pünktlich zum Launch des iPad von Apple wird Sky seine App “Sky Sport” starten. Der Vorstandsvorsitzende der Sky Deutschland AG, Brian Sullivan, präsentierte die iPad Sport App seines Hauses heute vor Journalisten in Berlin.

Über die “Sky Sport” App sind die Sender Sky Sport 1, Sky Sport 2, Sky Fußball Bundesliga und Sky Sport Austria auf dem iPad empfangbar – natürlich inklusive der Optionskanäle. Somit gehören zum Angebot der App von Sky unter anderem die komplette Fußball Bundesliga und die 2. Liga, alle Spiele der UEFA Champions League, des DFB-Pokals und der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Dazu gibt es die Top-Spiele der UEFA Europa League und internationalen Fußball wie zum Beispiel Top-Begegnungen aus der englischen Premier League. Die Sieben-Tage-Fußball-live-Woche bei Sky ist damit auch auf dem iPad garantiert. Abgerundet wird das Erlebnis der Sky App durch alle Rennen der Formel 1 sowie live und exklusiv die größten internationalen Golf-Events, die besten Spiele der Deutschen Eishockey Liga, Tennis und vieles mehr.

Zu den für Sportfans unverzichtbaren Funktionen der “Sky Sport” App zählen:

- Sky Live-Sport
- aktuellste Sportnachrichten
- Videoclips
- Datencenter mit allen Ergebnissen, Tabellen, Vereinsprofilen
sowie den wichtigsten Hintergrunddaten des nationalen und
internationalen Sports auf einen Blick.

Sky CEO Brian Sullivan: “Die ‘Sky Sport’ App ist eine spektakuläre Innovation und ein Muss für alle echten Sportfans, die so keinen Auftritt ihrer Lieblingsmannschaft oder ihres Lieblingssportlers mehr verpassen werden. Sie gehört mit Sicherheit zu den aufregendsten Apps, die auf dem iPad zu sehen sein werden.”

Ab Ende Mai können Sky Kunden die “Sky Sport” App nutzen. Sie haben vollen Zugang zur faszinierenden Welt des Sky Live-Sportangebots auf dem iPad. Wer Sky Sport oder Sky Fußball Bundesliga in Verbindung mit HD abonniert hat, für den ist die “Sky Sport” App kostenlos. Alle anderen Sky Sport- und Sky Fußball Bundesliga-Abonnenten erhalten das jeweils korrespondierende iPad-Angebot für EUR 12,- im Monat. Für alle Sky Abonnenten gilt: Bis zum 31. August 2010 können sie die “Sky Sport” App und damit unter anderem alle Spiele der FIFA Fußball WM 2010 völlig kostenfrei genießen. Wer kein Sky Abo besitzt, kann kostenlos auf die Sportnachrichten, die Videoclips und das Datencenter zugreifen.

Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum WLAN-Urteil

15.05.2010
03:32

Bielefeld (ots)

Der Bundesgerichtshof hat salomonisch geurteilt: Wer drahtlose lokale Netzwerke (WLAN) betreibt, muss diese vor dem Zugriff Krimineller schützen. Die Richter nehmen Privatleute in die (Sorgfalts-)Pflicht. Allerdings bürden sie ihnen kein unverhältnismäßig hohes Haftungsrisiko auf, weil sie nicht für Schadensersatzforderungen der geprellten Urheber gerade stehen müssen. Diese können sich schnell zu mehrstelligen Eurobeträgen summieren, wenn Kriminelle über ein privates WLAN im Internet auf Diebestour gehen. Das wäre unverhältnismäßig, schließlich ist der WLAN-Betreiber weder Täter noch Mittäter, sondern »nur« leichtsinnig. Wer das Haus verlässt, verriegelt selbstverständlich die Fenster und verschließt die Haustür. Wer das nicht tut, riskiert seinen Versicherungsschutz. Immer mehr Kriminelle aber kommen nicht durch die Tür, sondern nutzen andere Einfallstore wie ein ungesichertes WLAN. Nach diesem Urteil gilt keine Ausrede mehr: Wer sein WLAN nicht verschlüsselt, lässt die Tür einladend offen stehen, handelt fahrlässig und muss mit Abmahnung und Unterlassungsklage rechnen – und das zu Recht.

Lausitzer Rundschau: Kinder und Gefahren von Computerspielen

05.05.2010
02:55

Cottbus (ots)

Es ist leicht, nett zu seinen Kindern oder Schülern zu sein. Sich kumpelhaft neben sie zu setzen und zusammen am Computer zu spielen. Die Spieleindustrie verbreitet nur zu gern die Thesen von vermeintlich gestiegener Koordinations- oder Denkfähigkeit bei Computer-Kids. Worüber seltener gesprochen wird: Neben den durchaus vorhandenen positiven Effekten setzen Spieleentwickler ganz bewusst auf süchtig machende Elemente: raffinierte Belohnungssysteme, das Suggerieren von Allmacht und Stärke, Bildung von elitären Gruppen und ein immer massiverer Einsatz von menschenverachtender Gewalt. Jugendliche mit ihrer ohnehin noch instabilen Persönlichkeit sind leichte Opfer dieser Strategien. Die Folge: Vereinsamung, Absinken der Leistungsfähigkeit, psychische Labilität bis hin zur Selbstmordgefahr.

Eltern und Lehrer sollten Warnungen vor den Gefahren den Computerspielen ernst nehmen – Toleranz wäre hier fehl am Platz.

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